Der Heikendorfer Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin Dr. Karin Kaiser wurden mittags in einem IT-Geschäft in der Holtenauer Straße Unterlagen von dem Inhaber eines Barbershops entrissen. Es kam zu Tätlichkeiten. Die zu Hilfe gerufene Polizei setzte das vorgetäuschte Hausrecht des Aktenräubers um und erteilte der Steuerberaterin einen Platzverweis für das IT-Geschäft und später einen Ortsverweis von 24 Stunden für die gesamte Holtenauer Straße.

„Es ist eine Schande, was man heute als berufstätige Frau über sich ergehen lassen muss,“ sagt Karin Kaiser. „Kann die Polizei nicht zwischen Täter und Opfer unterscheiden? Ich bin die Geschädigte eines rechtswidrig handelnden Barbershop-Inhabers und werde von der Polizei des Ortes verwiesen. Derweil steht der Aktenräuber breitbeinig grinsend und triumphierend im IT-Geschäft. Dies hat mit Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Es ist ein unglaublich aggressiver Akt der Gewalt gegen Frauen, das von der Polizei auch noch unterstützt wurde.“

Karin Kaiser erläutert, dass sie neben dem Barbershop-Inhaber an einem Schreibtisch in dem IT-Geschäft gesessen habe und dass die Gesprächssituation ganz ruhig und sachlich gewesen sei. Als sie ihre Unterlagen einpacken wollte, wurde der Mann plötzlich übergriffig. Er griff in ihre Unterlagen, wühlte darin herum und entriss ihr die Unterlagen. Der Mann kam ihrer Aufforderung nicht nach, dass Eigentum wieder herauszugeben. Karin Kaiser rief die beiden Mitarbeiter des IT-Geschäfts, die sich im hinteren Raum befanden, um Hilfe. Sie rief auch den Notruf der Polizei. Die Einsatzzentrale erklärte ihr, dass sie schon von den Mitarbeitern des IT-Geschäfts alarmiert worden seien. Kurze Zeit später waren 2 Polizisten, ein junger Mann und eine junge Frau, da.

„Ich habe der Polizei die Sachlage geschildert. Und der Barbershop-Inhaber hat seine Sicht erzählt,“ sagt Karin Kaiser. „Im weiteren Verlauf des Geschehens verhielt sich die Polizei mir gegenüber besonders frauenfeindlich. Zudem wurde ich in menschenunwürdiger Weise gemaßregelt, ich solle mich doch meinem Alter entsprechend verhalten und keinen Kindergarten veranstalten. Was für eine unverschämte Respektlosigkeit von der Polizei! Ich habe doch kein Topfschlagen auf dem Fußboden gespielt. Zudem hatte ich der Polizei gleich zu Anfang meine Visitenkarte übergeben.“

„Dann entwickelte sich das Verhalten der Polizei zu einem vollständigen Skandal,“ erklärt Karin Kaiser. „Der Barbershop-Inhaber täuschte in dem IT-Geschäft ein Hausrecht vor, das er überhaupt nicht hatte. Die Polizei setzte dann sein vorgebliches „Hausverbot“ mir gegenüber um. Meine Unterlagen bekam ich nicht wieder. Und zum Schluss erteilte mir die Polizei ein Ortsverbot für die gesamte Holtenauer Straße für 24 Stunden. Ich habe mich als Frau wie Freiwild gefühlt: Kein Schutz vor dem räuberischen Barbershop-Inhaber und dem skandalösen Verhalten der Polizei ausgeliefert. Rechtliche Schritte von mir werden auf jeden Fall folgen.“

Heikendorf, 18.03.2026
Prof. Dr. Karin Kaiser
Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin